Wer glaubt, daß sich Medien- und Familienpolitiker eventuell durch Informationen beeindrucken lassen, darf sich mal wieder eines Besseren belehrt fühlen. Frau von der Leyen demonstrierte das gestern mal wieder in schöner demagogischer Form. Einen Video- und Textmitschnitt gibt es unter Die Demagogie der Zensursula bei netzpolitik.org.
Was mich besonders irritiert ist, daß - abgesehen von den groben inhaltlichen und fachlichen Fehlern, die Frau von der Leyen hier aneinanderreiht - der Duktus der Rede massiv demagogisch (und ich meine ausdrücklich nicht polemisch) ist. Vielleicht hat das mit der Situation zu tun (die Rede fand vor CDU-Mitgliedern statt), vielleicht mit der angenommenen technischen Unbedarftheit der Zuhörer und deren vorauszusetzenden Unkenntnis der tatsächlichen Situation. Gut, es ist Wahlkampf, und da der Union die Jungen inzwischen scharenweise davonlaufen dürften, ist es wohl notwendig, die eigenen Reihen dicht geschlossen zu halten, und sei es um den Preis der Verbreitung von Lügen und Unwahrheiten. Daß aber Frau von der Leyen ein Thema so als emotionalen Rammbock einsetzt und den politische Gegner und Millionen von Internetnutzern wieder und wieder kriminalisiert und denunziert, ist ekelhaft.


